Was hat ihr Team und Tanzen gemeinsam?

Viel mehr als Sie denken!

Der Schlüssel für gutes Tanzen ist natürlich eine gute Führung, so wie auch für das Funktionieren eines guten Teams eine gute Führung ausschlaggebend ist. Wie beim Tanzen sollte die Führung selbstsicher sein, gut überlegt sowie einfühlsam und sie sollte in verschiedenen Situationen flexibel reagieren können. Beim Führen geht es also nicht darum, dass einer das Sagen hat und der andere blind folgen muss – es geht vielmehr darum durch gegenseitiges Vertrauen gemeinsam das Beste Ergebnis zu erzielen.

Zusätzlich nimmt der Führende Part unter anderem diese Aufgabenbereiche ein:

  • Verantwortung: Der/Die Führende*r passt auf dass der/die Folgende*r nicht zB. gegen ein anderes Paar stößt, sondern sich immer im vorgegebenen Rahmen frei entfalten und bewegen kann
  • Planungssicherheit: Das Anzeigen der Bewegungen erfolgt mit ausreichend Reaktionszeit, sodass die Bewegungen ruhig und harmonisch ausgeführt werden können und keiner in Stress gerät.
  • Dosieren der Anforderungen: Der/Die Führende*r steigert langsam. Eine gute Führungskraft verlangt nicht beim ersten Takt die Hebefigur, stattdessen beginnt sie mit den Basics, testet behutsam die Grenzen des Gegenübers und baut Schritt für Schritt darauf auf.
  • Innere Überzeugung: Alles was der führende Part anzeigt erfolgt selbstsicher und aus Überzeugung. Nur dann kommt das Signal unmissverständlich an. Sobald die Führung zögert, zögert auch direkt die Umsetzung.

Der Folgender Part hat unter anderem diese Aufgabengebiete:

  • Verantwortung: Natürlich lässt auch der folgende Part seinen Gegenüber nicht hinterrücks in ein anderes Paare rennen. Zwar kommt dies durch den natürlichen Bewegungsfluss weniger vor, doch gleichzeitig ist die folgende Partei stets aufmerksam und würde im Notfall sofort durch einen leichten Schulterdruck auf die Gefahrensituation aufmerksam machen.
  • Aufmerksamkeit: Dem Gegenüber wird während dem Tanz die volle Aufmerksamkeit gewidmet. Meine Körperhaltung ist stets leicht nach vorne und sagt dabei: „Ich höre dir zu und bin bereit.“
  • Vertrauen: Der folgende Part vertraut auf das Können des führenden Parts. Dabei ist es vollkommen ok, wenn sich das Vertrauen Schritt für Schritt während dem Tanzen aufbaut. Hierbei ist der führende Part durch das Dosieren der Anforderungen maßgeblich beteiligt.
  • Kreativität: Innerhalb des vorgegebenen Rahmen setzt der folgende Part alle vorgeschlagenen Bewegungen mit Persönlichkeit und Kreativität um. Jeder Mensch hat ein eine einzigartige Persönlichkeit und auch Bewegungsempfinden. Aus dieser Einzigartigkeit heraus setzt der folgende Part die vorgeschlagene Bewegung um. Z.B. Der führende Part schlägt eine Solo-Drehung vor: Innerhalb des vorgegebenen Rhythmus führt der folgende Part die Drehung aus und verziert diese mit einem Rondé(Fußkreis) oder zusätzlich mit einer schönen Armbewegung.

Und für beide Parts gilt:

„Ich bin Tanzlehrerin geworden um auch endlich führen zu dürfen“,

sagt Rebecca mit einem Augenzwinkern
  • Anpassungsfähigkeit: Entstehen ungewollte Situationen, weil zB. ein Signal falsch ankam, dann reagieren beide Parts spontan und versuchen mit erster Priorität den Bewegungsfluss aufrecht zu erhalten.
  • Lösungen statt Schuldige: Wer hat Schuld wenn es nicht klappt? Die Schuldfrage beim Tanzen möchten wir gerne streichen und uns stattdessen auf die Lösungen konzentrieren. Denn konzentrieren wir uns zu lange auf die Schuld beginnt eine Abwärtsspirale in der wir unnötige Zeit verlieren. Zumal es ja ein Zusammenspiel ist. Paartanz funktioniert nur zu zweit und wir haben die beste Erfahrung gemacht, wenn man zunächst bei sich selbst mit den Verbesserungsvorschlägen beginnt.
  • Rollenbild: Wer führt und wer folgt? Auch wenn das in der Tanzbranche teilweise noch nicht so richtig angekommen ist, ist natürlich schon längst klar: Sowohl Frau, als auch Mann können beide Parts übernehmen bzw. tanzen. Das wichtige dabei ist, dass man sich in der Rolle richtig fühlt. Hierbei ist auch keine Entscheidung auf Lebenszeit notwendig. Selbstverständlich darf man auch in beiden Parts gut sein und beide praktizieren.
    Jedoch sollte vor dem Begin des jeweiligen Tanzes klar sein wer welchen Part übernimmt. Denn Tanzen funktioniert nur wenn einer den führenden Part übernimmt und einer den Folgenden Part. Möchten beiden Parts führen, wird es ein einziges aneinander „rumgezerre“ und möchten beide Parts folgen, dann passiert gar nichts.
    Wie gesagt, alleinig mit der Verteilung der Rollen ist der Erfolg natürlich noch nicht sicher. Erst durch das Zusammenspiel der beiden Parts, durch Kreativität und Eurer Persönlichkeit wird das Tanzerlebnis erfüllend und erfolgreich.
Firmenfeier Teambuilding

Und, haben Sie Parallelen erkannt? In unseren Workshops für Firmen lassen wir ihr Team wachsen. Wir ziehen Parallelen auf der tiefsinnigen und/oder natürlich auch auf der spaßigen Ebene. Tanzen bricht nicht nur das Eis, Sie lernen sich untereinander ganz neu kennen. Tanzen verbindet und von diesem Event werden Sie mit Sicherheit noch sehr lange zehren.